Das Volkskino beginnt 1953 als Wanderkino: Ein VW-Bus, eine transportable Leinwand und ein Vorführgerät, mit dem der Gründer Heinrich Volks – der Name des Kinos ist tatsächlich ein Zufall – über die Dörfer fuhr.
1961 wird die Wiese im Stadtpark zur festen Sommerspielstätte, 1964 kommt das gemauerte Vorführhaus dazu. Parallel betreibt die Familie bis 1998 das Saalkino „Wall-Lichtspiele“ in der Innenstadt – aus dessen Bestuhlung stammen die 120 Klappsessel, die heute die ersten Reihen der Wiese bilden.
Als das Saalkino schließt, gründen Stammgäste den Volkskino e. V., der den Open-Air-Betrieb übernimmt. Seitdem wird jede Spielzeit ehrenamtlich gestemmt – von der Programmauswahl im Winter bis zum Abbau der Leinwand im September.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1953 | Heinrich Volks startet das Wanderkino – erster Spielort: der Hof der Brauerei. |
| 1961 | Feste Sommerspielstätte auf der Stadtparkwiese, zunächst mit geliehener Leinwand. |
| 1964 | Bau des Vorführhauses; die beiden Bauer B11 ziehen ein. |
| 1976 | Rekordsommer: 41.000 Besucher in einer Spielzeit – bis heute unerreicht. |
| 1985 | Sturmnacht reißt die Leinwand – das Publikum hilft noch in derselben Woche beim Wiederaufbau. |
| 1998 | Die Wall-Lichtspiele schließen. Gründung des Volkskino e. V. mit 34 Mitgliedern. |
| 2003 | 50 Jahre Volkskino – Jubiläumssommer mit historischem Wanderkino-Programm. |
| 2013 | Erster Digitalprojektor – nach langer, durchaus hitziger Mitgliederversammlung. |
| 2016 | Neue Leinwandbespannung, finanziert komplett aus Kartenerlösen und Spenden. |
| 2017 | 64. Spielzeit – der Verein zählt inzwischen rund 80 aktive Ehrenamtliche. |
„Mein Vater hätte nie geglaubt, dass die Wiese ihn überlebt. Aber genau dafür hat er sie ausgesucht.“ – Margret Volks-Brinkmann, Ehrenvorsitzende, beim Jubiläum 2003